Ein bisschen Sorge gehört zum Leben dazu vor einer Prüfung, einem Arzttermin oder einer wichtigen Entscheidung. Bei einer generalisierten Angststörung (GAS) ist das anders: Die Sorge bezieht sich nicht auf ein einzelnes Ereignis, sondern breitet sich über nahezu alle Lebensbereiche aus: Gesundheit, Familie, Beruf, Finanzen, Zukunft. Sie ist ständig präsent, kaum kontrollierbar und hält über Monate oder Jahre an.
Die generalisierte Angststörung zählt zu den häufigsten psychischen Erkrankungen überhaupt. Viele Betroffene suchen zunächst aufgrund körperlicher Beschwerden wie Verspannungen, Schlafstörungen oder Erschöpfung ärztliche Hilfe auf, ohne zu ahnen, dass hinter den Symptomen eine behandlungsbedürftige Angststörung steckt. Die gute Nachricht: Eine generalisierte Angststörung lässt sich mit der richtigen Therapie wirksam behandeln.
Eine stationäre Therapie in unserer Privatklinik bietet Ihnen den nötigen Rahmen, um aus dem ständigen Sorgenkreislauf auszubrechen, wenn:
Gerne beraten wir Sie persönlich, wie wir Sie auf dem Weg aus der ständigen Sorge unterstützen können.
Fachlich handelt es sich um eine Angsterkrankung, bei der die Betroffenen über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten unter anhaltenden, frei flottierenden Sorgen leiden im Gegensatz zu Phobien oder Panikstörungen richtet sich die Angst dabei nicht auf einen bestimmten Auslöser, sondern auf ganz unterschiedliche Lebensbereiche gleichzeitig.
Charakteristisch ist, dass die Sorgen als übertrieben und kaum steuerbar erlebt werden, obwohl den Betroffenen dies oft bewusst ist. Diese ständige gedankliche Alarmbereitschaft geht mit einer dauerhaften körperlichen und seelischen Anspannung einher, die auf Dauer erschöpft und den Alltag erheblich einschränken kann.
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Eine generalisierte Angststörung entwickelt sich meist aus dem Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Es gibt keine einzelne Ursache vielmehr begünstigen verschiedene biologische, psychologische und soziale Bedingungen das Entstehen der ständigen Sorge.
Auslöser
Eine familiäre Häufung von Angsterkrankungen sowie Auffälligkeiten in der Regulation angstrelevanter Botenstoffe wie Serotonin und Noradrenalin können die Anfälligkeit für eine generalisierte Angststörung erhöhen.
Auslöser
Ein Aufwachsen in einem überängstlichen oder überbehütenden Umfeld sowie früh erlernte katastrophisierende Denkmuster prägen die Art, wie Unsicherheit und Kontrollverlust später im Leben verarbeitet werden.
Auslöser
Anhaltender beruflicher oder familiärer Druck, finanzielle Unsicherheit oder einschneidende Lebensveränderungen können bei entsprechender Veranlagung den Ausbruch einer generalisierten Angststörung begünstigen oder bestehende Sorgen verstärken.
Auslöser
Ständiges Grübeln, Kontrollverhalten und das Einholen von Rückversicherung schaffen kurzfristig Erleichterung, verstärken die Angst jedoch langfristig, da sich der Umgang mit Unsicherheit nie einstellt.
Die Symptome einer generalisierten Angststörung zeigen sich auf psychischer wie auf körperlicher Ebene und sind oft so vielfältig, dass der Zusammenhang mit einer Angsterkrankung nicht sofort erkennbar ist.
Im Zentrum steht das übermäßige, schwer kontrollierbare Sorgen, meist bezogen auf mehrere Lebensbereiche gleichzeitig, wie Gesundheit, Familie, Arbeit oder Finanzen. Die Gedanken kreisen dabei häufig um mögliche negative Ereignisse, ohne dass ein konkreter Anlass besteht. Viele Betroffene beschreiben ein diffuses Gefühl der Bedrohung, das sich nicht klar benennen lässt.
Begleitet wird dies von einer ausgeprägten körperlichen Anspannung: Muskelverspannungen, insbesondere im Nacken- und Schulterbereich, innere Unruhe, Zittern und ein Gefühl ständiger Nervosität gehören zu den häufigsten körperlichen Symptomen. Viele Betroffene fühlen sich rastlos und können kaum abschalten.
Auch das Nervensystem zeigt Zeichen der Daueranspannung: Konzentrationsschwierigkeiten, ein leeres Gefühl im Kopf, erhöhte Reizbarkeit und eine gesteigerte Schreckhaftigkeit sind typisch. Hinzu kommen häufig Ein- und Durchschlafstörungen sowie ein nicht erholsamer Schlaf, der die Erschöpfung weiter verstärkt.
Nicht selten treten zusätzlich vegetative Beschwerden wie Herzrasen, Schwitzen, Magen-Darm-Probleme oder Kopfschmerzen auf. Da diese körperlichen Symptome im Vordergrund stehen können, wird die zugrunde liegende Angststörung häufig erst spät erkannt.
In der Habichtswald Privat-Klinik finden Sie die nötige Ruhe und fachliche Expertise, um aus dem Kreislauf der ständigen Sorge auszubrechen. Wir stehen Ihnen mit höchster Diskretion zur Seite.
Im Unterschied zu einer Panikstörung äußert sich die generalisierte Angststörung nicht in plötzlichen, zeitlich begrenzten Angstattacken, sondern in einer anhaltenden, meist weniger intensiven, dafür aber dauerhaften Anspannung. Auch grenzt sie sich von spezifischen Phobien oder der sozialen Angststörung ab, bei denen sich die Angst auf klar umrissene Situationen oder Objekte bezieht. Bei der GAS richtet sich die Sorge auf viele, oft wechselnde Lebensbereiche gleichzeitig ein klarer, eng begrenzter Auslöser fehlt.
Diese Unspezifität macht die generalisierte Angststörung mitunter schwerer zu diagnostizieren, da sie sich häufig in körperlichen Beschwerden oder allgemeiner Erschöpfung verbirgt und oft erst nach längerer Zeit als eigenständiges Krankheitsbild erkannt wird.
Eine generalisierte Angststörung ist eine ernstzunehmende psychische Erkrankung, die unbehandelt chronisch verlaufen kann. Professionelle Unterstützung ist insbesondere dann sinnvoll, wenn die Sorgen den Alltag über Monate hinweg beeinträchtigen, körperliche Beschwerden wie Verspannungen oder Schlafstörungen bestehen bleiben, soziale oder berufliche Beziehungen unter der Anspannung leiden oder eigene Bewältigungsversuche nicht mehr ausreichen.
Eine generalisierte Angststörung lässt sich gut behandeln auch wenn die Sorgen schon seit Jahren bestehen. Unser strukturiertes Therapiekonzept nimmt sowohl die gedanklichen als auch die körperlichen Aspekte der Erkrankung in den Blick und begleitet Sie individuell auf dem Weg zu mehr innerer Ruhe.
Phase 1
Zu Beginn erfassen wir gemeinsam das individuelle Sorgenmuster und die auslösenden sowie aufrechterhaltenden Faktoren. Psychoedukation vermittelt Verständnis dafür, wie Angst entsteht und wie sie sich durch Vermeidung und Grübeln selbst verstärkt.
Phase 2
Mithilfe kognitiv-verhaltenstherapeutischer Verfahren lernen Sie, katastrophisierende Denkmuster zu erkennen und zu verändern. Entspannungsverfahren wie Progressive Muskelentspannung oder Achtsamkeitstraining reduzieren die körperliche Anspannung.
Phase 3
Im letzten Schritt erarbeiten wir gemeinsam Strategien, um mit Unsicherheit dauerhaft besser umzugehen und die erlernten Techniken stabil in den Alltag zu integrieren, um einem Rückfall vorzubeugen.

