Panikstörung - wenn die Angst aus dem Nichts kommt

Ein rasendes Herz, Atemnot, das Gefühl, gleich sterben zu müssen und das, ohne erkennbaren Grund. Bei einer Panikstörung treten solche Panikattacken wiederholt und unerwartet auf, oft mitten im Alltag: beim Einkaufen, im Auto oder sogar im Schlaf. Die körperlichen Symptome sind dabei so intensiv, dass viele Betroffene zunächst einen Herzinfarkt oder eine andere lebensbedrohliche Erkrankung vermuten.

Charakteristisch für eine Panikstörung ist nicht nur die Attacke selbst, sondern vor allem die Angst vor der nächsten Attacke. Diese sogenannte Erwartungsangst führt häufig dazu, dass Situationen oder Orte gemieden werden, an denen bereits eine Panikattacke aufgetreten ist der Handlungsspielraum im Alltag wird dadurch zunehmend kleiner. Mit der richtigen Behandlung lässt sich eine Panikstörung jedoch gut in den Griff bekommen.

Wann ist eine Behandlung in unserer Klinik sinnvoll?

Eine stationäre Therapie in unserer Privatklinik bietet Ihnen den nötigen geschützten Rahmen, um den Kreislauf aus Panik und Vermeidung zu durchbrechen, wenn:

  • wiederkehrende Panikattacken Ihren Alltag zunehmend bestimmen
  • die Angst vor der nächsten Attacke Sie dazu bringt, immer mehr Situationen zu meiden
  • ambulante Behandlungsversuche bislang nicht zur gewünschten Besserung geführt haben
  • körperliche Untersuchungen unauffällig blieben, die Beschwerden aber anhalten
  • Ihre Beziehungen oder Ihre berufliche Leistungsfähigkeit unter der Panikstörung leiden

Gerne beraten wir Sie persönlich, wie wir Sie auf dem Weg aus der Panikstörung unterstützen können.

Eine Panikstörung ist gekennzeichnet durch wiederkehrende, plötzlich auftretende Panikattacken, die nicht an eine bestimmte Situation oder einen erkennbaren Auslöser gebunden sind. Eine einzelne Attacke dauert meist nur wenige Minuten, wird von den Betroffenen aber als äußerst bedrohlich erlebt.

Damit die Diagnose einer Panikstörung gestellt werden kann, müssen die Attacken wiederholt auftreten und mit einer anhaltenden Sorge vor weiteren Attacken oder deren Konsequenzen einhergehen oder zu deutlichen Verhaltensänderungen führen, etwa dem Vermeiden bestimmter Orte oder Aktivitäten. Häufig entwickelt sich zusätzlich eine Agoraphobie, also die Angst vor Situationen, aus denen eine Flucht schwer möglich wäre.

Ihr Ansprechpartner

Das Aufnahmebüro der Habichtswald Privat-Klinik

Das geschulte Team der Patientenverwaltung der Habichtswald Privat-Klinik in Kassel berät Sie kompetent und persönlich zu Fragen bezüglich Aufnahme, Kostenübernahme oder Ihrem Aufenthalt.

Sie erreichen uns telefonisch : 0561 / 3108 - 100

Mo. - Do. 8:00 - 16:00 und Fr. 8:00 -14:00

Klicken Sie auf "Jetzt kontaktieren", um sofort erste Informationen zu erhalten!

Jetzt kontaktieren

Wie entsteht eine Panikstörung?

Eine Panikstörung entwickelt sich meist aus dem Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Es gibt keine einzelne Ursache vielmehr begünstigen biologische, psychologische und situative Bedingungen das Entstehen der Panikattacken.

Auslöser

Genetische & neurobiologische Faktoren

Eine familiäre Häufung von Angsterkrankungen sowie eine erhöhte Empfindlichkeit des vegetativen Nervensystems können die Anfälligkeit für Panikattacken erhöhen und die Schwelle für eine überschießende Alarmreaktion senken.

Auslöser

Fehlinterpretation körperlicher Signale

Harmlose körperliche Empfindungen wie Herzklopfen oder Schwindel werden als bedrohlich fehlgedeutet. Diese Katastrophisierung löst eine Angstspirale aus, die die körperlichen Symptome weiter verstärkt und in eine Panikattacke münden kann.

Auslöser

Anhaltender Stress & Belastung

Chronischer beruflicher oder privater Stress, einschneidende Lebensereignisse oder ungelöste Konflikte können die Reizschwelle des Nervensystems senken und das Auftreten erster Panikattacken begünstigen.

Auslöser

Vermeidungsverhalten & Erwartungsangst

Nach der ersten Panikattacke entsteht häufig eine ausgeprägte Angst vor weiteren Attacken. Das daraus resultierende Vermeidungsverhalten schafft kurzfristig Erleichterung, hält die Angst jedoch langfristig aufrecht.

Symptome der Panikstörung

Die Symptome einer Panikstörung treten meist plötzlich und ohne erkennbaren Auslöser auf und erreichen innerhalb weniger Minuten ihren Höhepunkt. Die Intensität der Beschwerden führt viele Betroffene zunächst in die Notaufnahme, da eine körperliche Ursache vermutet wird.

Im Zentrum der Panikattacke stehen intensive körperliche Symptome: Herzrasen oder Herzstolpern, Atemnot oder ein Engegefühl in der Brust, Schwitzen, Zittern sowie Schwindel gehören zu den häufigsten Beschwerden. Viele Betroffene berichten zusätzlich von Übelkeit, Kribbeln in Händen oder Gesicht sowie Hitze- oder Kältewallungen.

Begleitet werden diese körperlichen Reaktionen häufig von ausgeprägten kognitiven Symptomen: einem Gefühl der Unwirklichkeit oder Losgelöstheit von sich selbst (Derealisation/Depersonalisation), der Angst, die Kontrolle zu verlieren oder verrückt zu werden, sowie der akuten Furcht zu sterben.

Über die einzelne Attacke hinaus entwickelt sich bei einer Panikstörung meist eine anhaltende Erwartungsangst: die dauerhafte Sorge vor der nächsten Panikattacke. Diese Angst führt oft zu ausgeprägtem Vermeidungsverhalten bestimmte Orte, Menschenansammlungen oder Verkehrsmittel werden gemieden, was den Alltag zunehmend einschränkt.

Persistierende depressive Störung (Dysthymie)

Hilfe bei Panikstörung

In der Habichtswald Privat-Klinik finden Sie die nötige Ruhe und fachliche Expertise, um den Kreislauf aus Panikattacken und Vermeidung zu durchbrechen. Wir stehen Ihnen mit höchster Diskretion zur Seite.

Kontakt aufnehmen

Behandlung der Panikstörung in der Habichtswald Privat-Klinik

Die Behandlung einer Panikstörung ist gut erforscht und erzielt in der Regel gute Erfolge auch wenn die Panikattacken schon lange bestehen. Unser strukturiertes Therapiekonzept berücksichtigt sowohl die körperlichen als auch die gedanklichen Aspekte der Erkrankung.

Phase 1

Diagnostik & Psychoedukation

Zu Beginn klären wir gemeinsam den Verlauf und die individuellen Auslöser der Panikattacken. Psychoedukation vermittelt Verständnis dafür, wie körperliche Symptome, Gedanken und Verhalten bei einer Panikstörung zusammenwirken und sich gegenseitig verstärken.

Phase 2

Konfrontation & kognitive Umstrukturierung

In einem geschützten Rahmen setzen Sie sich schrittweise mit angstauslösenden Körperempfindungen und gemiedenen Situationen auseinander. Kognitive Verfahren helfen, katastrophisierende Gedanken zu erkennen und zu verändern.

Phase 3

Rückfallprophylaxe & Alltagstransfer

Abschließend erarbeiten wir gemeinsam Strategien für den Umgang mit möglichen zukünftigen Anspannungssituationen, damit die erzielten Fortschritte stabil in den Alltag integriert werden und Rückfällen vorgebeugt wird.

Arzt mit Tablet