Eine hypochondrische Störung ist eine psychische Erkrankung, bei der Betroffene anhaltend befürchten oder fest davon überzeugt sind, an einer schweren körperlichen Krankheit zu leiden, etwa an Krebs, einer Herzerkrankung oder einer neurologischen Erkrankung. Harmlose Körperempfindungen werden als Warnzeichen gedeutet, und selbst unauffällige Untersuchungsergebnisse beruhigen nur für kurze Zeit.
Die hypochondrische Störung zählt nach der ICD-10 zu den somatoformen Störungen, umgangssprachlich ist auch von Hypochondrie die Rede. In der neueren Klassifikation ICD-11 wird sie den Zwangsstörungen und verwandten Störungen zugeordnet, weil ständiges Kontrollieren und Rückversichern das Krankheitsbild prägen. Die Angst ist für Betroffene sehr real und kann Alltag, Beruf und Beziehungen erheblich belasten.
Wer unter einer hypochondrischen Störung leidet, ist weder wehleidig noch eingebildet krank. Es handelt sich um eine anerkannte Erkrankung, die sich mit fachkundiger Behandlung gut lindern lässt.
Eine stationäre Therapie in der Habichtswald Privat-Klinik bietet Ihnen den nötigen Halt, wenn:
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Eine hypochondrische Störung entsteht in der Regel nicht durch eine einzelne Ursache. Fachleute gehen davon aus, dass mehrere Faktoren zusammenwirken: eine erhöhte Empfindsamkeit für Körpersignale, prägende Erfahrungen mit Krankheit und Denkmuster, die Unsicherheit schwer aushaltbar machen. Die wichtigsten Ursachen lassen sich in vier Bereiche gliedern:
Ursache
Harmlose Körperempfindungen wie ein Ziehen in der Brust oder ein verändertes Muttermal werden sofort als Anzeichen einer schweren Krankheit gedeutet. Die Angst löst ihrerseits Symptome wie Herzklopfen aus, die die Befürchtung scheinbar bestätigen.
Ursache
Schwere Erkrankungen oder Todesfälle in der Familie, eigene belastende Krankheitserfahrungen in der Kindheit oder ein sehr besorgter Umgang der Eltern mit Gesundheit können die Überzeugung prägen, der eigene Körper sei besonders verletzlich.
Ursache
Kritische Lebensereignisse, anhaltender Stress oder eine allgemein erhöhte Ängstlichkeit machen anfälliger für Krankheitsängste. Oft beginnt eine hypochondrische Störung in einer Lebensphase, in der Betroffene ohnehin stark gefordert oder verunsichert sind.
Ursache
Ständiges Abtasten, wiederholte Arzttermine und die Recherche von Symptomen im Internet bringen kurzfristig Erleichterung. Langfristig halten sie die Angst jedoch aufrecht, weil Betroffene lernen, dass sich Sicherheit nur durch Kontrolle herstellen lässt.
Die Symptome einer hypochondrischen Störung zeigen sich in Gedanken und Gefühlen, in der Körperwahrnehmung und im Verhalten. Nach den gängigen Diagnosekriterien bestehen die Krankheitsbefürchtungen mindestens sechs Monate lang. Nicht jede betroffene Person erlebt alle der folgenden Anzeichen.
Bei der hypochondrischen Störung steht die Angst vor einer bestimmten schweren Krankheit im Mittelpunkt. Bei der Somatisierungsstörung dagegen leiden Betroffene vor allem unter vielfältigen, wechselnden körperlichen Beschwerden und wünschen sich in erster Linie deren Linderung.
Auch zu Angststörungen gibt es Überschneidungen: Bei einer generalisierten Angststörung richten sich die Sorgen auf viele Lebensbereiche, bei einer Panikstörung stehen plötzliche Angstattacken im Vordergrund. Weil sich die Behandlungsschwerpunkte unterscheiden und reale körperliche Erkrankungen nicht übersehen werden dürfen, ist eine sorgfältige diagnostische Abklärung wichtig.
Professionelle Unterstützung ist insbesondere dann sinnvoll, wenn
Die ständige Angst, ernsthaft krank zu sein, raubt Kraft und Lebensfreude. In der Habichtswald Privat-Klinik nehmen wir Ihre Sorgen ernst, statt sie abzutun. Mit tiefem Verständnis, absoluter Diskretion und hoher fachlicher Kompetenz begleiten wir Sie dabei, der Krankheitsangst weniger Raum zu geben und wieder Vertrauen in Ihren Körper zu finden.
Eine hypochondrische Störung ist gut behandelbar. Als besonders wirksam gilt die kognitive Verhaltenstherapie. In unserer Privatklinik verbinden wir sie mit ärztlicher Begleitung und körperorientierten Verfahren zu einem multimodalen Behandlungskonzept, abgestimmt auf Ihre individuelle Situation.

